Coromandel #3 – Ayumi + Hot Water Beach = Surfen

Jetzt aber auf zu Earl’s Paradise in Whangapoua! Dies ist mit Abstand der günstigste Campground in der Gegend und hat obendrein wahrscheinlich noch die beste Aussicht.

Entlang der ganzen Ostküste der Coromandel gibt es gefühlt keinen einzigen billigen Campingplatz. Deshalb haben wir mal bei Couchsurfing zwei Hosts angeschrieben, die ungefähr in der Nähe der Cathedral Cove und dem Hot Water Beach liegen. Glücklicherweise hat uns ein Host geantwortet. Wir können für die nächsten zwei Tage mit dem Van bei ihr auf dem Grundstück stehen und ihr Haus mitbenutzen 🙂 Wir gehen bei einem wunderschönen, wenn auch sehr windigem und kaltem Ausblick schlafen und machen uns dann morgen auf den Weg zu unserem Host, Ayumi.

Gerade aufgewacht beschließen wir, dass wir uns doch erst die Cathedral Cove anschauen und dann am Nachmittag zu Ayumi fahren. Unsere vorherige Arbeitgeberin hat uns den Tipp gegeben an der Cathedral Cove Schnorcheln zu gehen. So suchen wir nicht lang und leihen uns Schnorchelzeug fürn fuffi aus. Das die Cathedral cove eine Touri-Veranstaltung ist uns klar, doch so viele Chinesen sehen wir echt selten an einem Fleck. Wir schnappen uns den nächsten freien und kostenlosen Parkplatz. Allerdings müssen wir nun 45min zur Cove laufen -_-. An der Küste gibt es mehrere Buchten in denen man tauchen kann. Wir probieren alle mal aus, aber leider ist der Wellengang heute sehr heftig und das Meer sehr aufgewühlt, weshalb wir kaum bis gar nichts sehen können. Also legen wir uns einfach in der Cathedral Cove an den Strand in die Sonne und machen mal ’ne runde gar nichts.

Ayumi ist Japanerin und reist schon seit einigen Jahren durch die Welt. In Neuseeland ist Sie seit zwei Monaten und arbeitet für sechs Monate auf einer Dairy Farm und melkt Kühe. Von ihrem Arbeitgeber hat Sie eine Unterkunft gestellt bekommen. Ein Haus mit Drei Zimmern, Küche, Bad und Carport. Es ist spärlich eingerichtet, aber zum Leben reicht es alle mal. Des Öfteren schläft Dan bei ihr. Er kommt hier aus der Gegend und hat beschlossen ein draufgängerisches Leben zu führen ohne feste Bleibe. Fabi und ich machen für alle Bruscetta zum Abendbrot und Dan ein Suppe mit Puppys. Puppys sind eine Art kleine Muschen, die er sogar selbst am Strand gesammelt hat. Beim Gespräch erfahren wir, dass Dan seit vielen Jahren surft und es momentan Ayumi ein wenig beibringt. Die hatte sich gleich ein eigenes Board gekauft um immer üben zu können. Fabi und ich wurden kann spitzohrig, weil wir auch unbedingt Surfen lernen wollen.

Die Sicht über die riesige Farmen und Felder.

 

Am nächsten Tag gehen wir erstmal an den Hot Water Beach. Der Name kommt daher, dass gute 50m des Strandes thermal erhitzt werden. Man muss sich hier einfach ein Loch in die Erde graben, und kann sich in das erhitze Wasser setzten, dass zum Teil echt kochend heiß ist. Zeitlich haben wir komplett verkackt, weil wir zur Flut gekommen sind und das gegrabene Loch und all‘ unsere Sachen von dem kalten Meerwasser geflutet worden sind. Wir setzten uns erstmal in das Cafè in dem Dan arbeitet, trinken einen Kaffee und überlegen, was wir mit dem restlichen Tag anstellen. Wir fragen mal Ayumi, was man hier in der Nähe und bekomme die ersehnte Antwort: Sie bringt uns mit ihrem Board ein wenig Surfen bei 🙂 Das ist schwieriger als gedacht… Ist aber auch ein wenig den Wellen verschuldet, weil die viel zu früh brechen. D’rauf zu stehen ist, zumindest für uns, heute nicht möglich. Der eisige Wind macht es nicht leichter. Zum Glück haben wir direkt am Hot Water Beach Surfen geübt und können uns jetzt ein Hot Pool buddeln. Die Ebbe hat wieder eingesetzt und desto weniger der Wasserstand wird, desto mehr Leute kommen angeströmt. Jeder Quadratzentimeter wird genutzt um sich den perfekten Hot Pool zu bauen. Ist schon lustig wie jeder krampfhaft versucht die perfekte Mischung aus warmen und kaltem Wasser zu finden. Nach vier Stunden Sand in der Unterhose sammeln und schrumplig werden, haben wir genug und fahren wieder zu Ayumi nach Hause.

Es haben sich sogar richtige Zusammenschlüsse gebildet um riesige Pools zu graben.

 

Wir verabschieden uns am nächsten Tag von ihr und fahren weiter nach Rotorua.

Es waren coole zwei Tage mit Ayumi. Das Board musste natürlich pink sein HAHA.

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