Der nicht ganz wilde Westen

Da wir doch erst einen Teil der Westküste erkunden konnten, war unser erstes Ziel die Verteilerstadt Westport. Von hier aus führen mehrere Highways in den Norden, Süden und zur Ostküste. Die Stadt selbst ist nicht sonderlich beeindruckend und wir haben uns nur ein Museum angeguckt und nochmal getankt. Am Abend fuhren wir Richtung Norden. In Mokihinui haben wir auf einem der besten Campingplätze, auf denen wir je waren, geschlafen. Es gab kostenloses WiFi, Steckdosen und man konnte sich in einem echten Steinofen seine eigene Pizza machen 🙂

Am nächsten Morgen ging es weiter gen Norden nach Karamea, wo wir unsere erste Höhlen-Erkundungs-Tour unternommen haben. Erst ging es einen gut ausgebauten Wanderweg entlang, bevor wir durch dichtes Dickicht auf einem sehr unbefestigtem und verwachsenen Weg zu den drei Höhlen gelaufen sind. Leider waren nur zwei von ihnen betretbar, aber dafür waren sie sehr interessant zu erkunden.

Schon der Eingang sah vielversprechend aus.

Nach vier Stunden Wandern und Klettern mussten wir uns erst einmal ausruhen. Schließlich haben wir aber doch beschlossen, noch den Opara Arch, einen riesigen, natürlichen geformten Steinbogen, und die Box Canyon Cave zu besuchen. Die Wege zu den Attraktionen waren nur wenige Minuten lang und deshalb nicht all zu anstrengend. Mal wieder war es die schlecht ausgebaute Gravelroad, die am meisten genervt hat und nicht zu enden schien. Immerhin konnten wir einen herrlichen Sonnenuntergang auf dem Rückweg bestaunen.

Es ist schwer auf das Bild zu bekommen, aber wir hoffen dass man mit Fabi im Vergleich, die Größe einigermaßen gut erkennen kann.
Die Boxing Cave

Das Ziel für den Tag auch schon der Kohaihai Campingplatz, wo wir uns vorbereitet haben den nächsten Great Walk zu starten. Leider wimmelte es nur so vor Sandflies. Die kleinen Viecher hört man nicht und ihre Stiche jucken doppelt so sehr, wie die von Mücken. Wir bekamen einmal von einem Maori den Tipp, dass Sonnencreme die Sandflies fern hält, was bisher tatsächlich gut geholfen hat!
Das Kohaihai Camp ist eines der Enden des Heaphy Tracks. Eigentlich als Vier-Tages-Wanderung ausgeschrieben, haben wir uns dazu beschlossen nur das schönste Stück zu machen: Von Kohaihai 5h zur Heaphy Hut, dort eine Nacht Zelten und dann wieder zurück.
Wir brauchten für den Hinweg nur 4,5h und konnten die schöne Natur genießen.

Der Weg führte durch viele Wälder mit Palmen…
… Über Brücken und kleine Bäche…
… An Steilküsten am Ozean entlang…
… Und streckenweise konnten wir am Strand laufen.

Dennoch haben wir uns gefreut, als wir endlich das Heaphy Campsite erreicht hatten. Zusammen mit einem Pärchen aus Kalifornien und zwei Französinen haben wir ein Lagerfeuer gemacht, auf dem wir unser Wasser für die Instant Nudeln gekocht haben. War ein echt toller Abend auch wenn es immer wieder mal genieselt halt. Was in der Abendsonne einen wunderschönen Regenbogen erscheinenlies.

Am Abend wurde es ziemlich kühl, da hat das Feuer echt gut getan 🙂

Der nächsten Morgen war sehr ernüchternd. Son diebischer Vogel von Weka hat uns unser Toastbrot geklaut. Wir haben uns sowieso schon verkalkuliert bei dem Essen und jetzt hatten wir kein richtiges Frühstück mehr. Mit leerem Magen, aber wenigstens einem Kaffee haben wir den Rückweg angetreten. Irgendwie haben wir es trotzdem geschafft in 3,5h wieder in Kohaihai zu sein. Wir sind daraufhin wieder zu dem nicen Campground in Mokihinui gefahren. Dort haben wir zwei Mädels aus der Nähe von Stuttgart kennengelernt und uns zu viert zwei riesige Steinofenpizzen gemacht 🙂

Man sieht es nicht richtig aber ja… Das Feuer war an und die Kohlen haben geglüht. Haha

Wir sind anschließend weiter in den Süden gefahren, wo wir bei den Pancake Rocks gehalten haben und uns eine alte Goldgräber Stadt namens Shantytown angeschaut haben.

Ich denke es wird ganz gut klar warum die genau Pancake Rocks heißen…

Nun entschieden wir uns den wunderschönen Highway 73 mit der bekannten Arthurs Pass überquerung in Richtung Christchurch zu fahren.

4 Antworten auf „Der nicht ganz wilde Westen“

  1. Es ist etwas sehr ruhig geworden!! Ich hörte, dass ihr wieder arbeitet. Stimmt das und was arbeitet ihr?
    Bei uns geht alles seinen gewohnten Gang. Das Wetter ist besch…. bis brauchbar. Bald haben wir Ostern und vielleicht besuchen wir deine Eltern mal. Da war die ganze family ja auch unterwegs, Calli sogar in Paris und dein Papa in Afrika (na ja, fast)
    Ansonsten ist alles ok. Laßt mal etwas hören!!!
    LG senden Oma und Opa

  2. Wir (Henry und ich) )verfolgen Eure Berichte auch. Macht echt Spass und Lust auf Reisen.
    Der Hinweis auf Fabi vor der Höhle war gut…hat man glatt übersehen :))
    Ihr habt es bei Eurem Monsunregen wenigstens noch warm. Wir freuen uns abwechselnd über Sonne oder Schneeregen bei Nachtfrösten und warten immer noch auf den Frühling. Wir freuen uns über jeden blog.
    Liebe Grüsse

  3. Toller Reisebericht.
    Lustig und sehr informativ. Prima wie euch die Vögel das Frühstück geklaut haben. Das muss man halt erleben!
    Auch die Bilder gefallen mir sehr. Da kann man sich alles viel besser vorstellen. Also weiter so, wir sind gespannt. Wer von euch macht die Bilder? Beide?

    Liebe Grüße senden Oma und Opa

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