Drunter und drüber.

Es ist jetzt schon wieder etwas länger her, dass wir einen neuen Beitrag gepostet haben. Das liegt daran, dass momentan alles drunter und drüber geht bei uns. Deswegen schieben wir diesen Eintrag mal zwischen die chronologisch Reihenfolge, damit alle bescheid wissen.

Wir waren am 20.12. auf dem Weg von Napier nach Taupo. Nach einer Stunde Fahrt haben wir eine kleine Pause gemacht und was kleines gegessen. 10min sind wir danach noch gefahren als das Unglück passierte: Der Wagen blieb liegen. Es fing an komisch zu riechen und wir dachten zuerst, der Geruch käme von draußen, aber er verschwand einfach nicht. Dann ging es einen Berg ziemlich steil hinauf und Ich habe gemerkt, wie der Motor immer weniger Power hatte bis er uns schließlich nicht mehr weiterfahren lasseb wollte. Im unteren Drehzahlbereich konnten wir auch ein Klackern hören. Wir sind dann also links rangefahren und haben den Beifahrersitz hochgeklappt um an den Motor zu kommen. Es roch immer stärker und dann haben wir gesehen, dass der Motor auch noch qualmte. Jetzt dachten wir es ist alles vorbei… Glücklicherweise haben wir eine erweiterte Mitgliedschaft bei der AA (so wie ADAC) abgeschlossen und haben diese auch sofort genutzt, um uns anschleppen zu lassen. So war es möglich, dass sie uns 100km weiter nach Taupo ziehen, wo wir ja sowieso hin wollten 🙂 Die AA Dame am Telefon meinte, es könne bis zu 90min dauern bis der Abschleppdienst kommt. Unsere Position war SEHR ungünstig! Ein paar hundert Meter nach einer scharfen Rechtskurve mitten auf dem Highway ohne Warndreieck. Immerhin war gerade ein zweispuriger Abschnitt und die Autos und LKWs konnten die Passinglane nutzen und vorbeifahren. Trotzdem war es gefährlich, weil diese uns erst sehr spät sehen konnten. Die dicken 59 Tonnen Trucks sind teilweise erst wenige Meter vor unserem Wagen auf die andere Spur gewechselt. Wir haben uns also etwas vom Auto weggesetzt. Einige Zeit später hielten zwei Männer an und haben uns gefragt was los sei und ob unser auto noch fährt. Als klar war das wir dort festsaßen, bat einer der Leute an uns mit seinem Pick up hoch zu ziehen. Hahah der Truck fuhr mit uns im Schlepptau schneller den Berg hoch, als wir es jemals hätten normal schaffen können. Auf dem Berg ließ er uns mit einigen Tipps auf einem Rastplatz stehen.
Nach zwei Stunden kam dann auch endlich der Abschleppdienst und wir sind nach Taupo gefahren. Es war schon spät und die Werkstätten hatten alle zu, weshalb wir uns ein Motelzimmer genommen haben um nach dem ganzen Stress wenigstens gut zu schlafen.
Am nächsten Tag hatten wir dann das Problem, dass wir erstmal eine Werkstatt finden mussten, die Zeit für uns hatte. Leichter gesagt als getan in der Weihnachtszeit. Aber wie bekommen wir das Auto mit defektem Motor dahin?! Nachdem wir zwei Tage zuvor von dem Great Walk zurückgekommen sind (Blog dazu folgt noch) hatte ein deutsches Paar, mit denen wir gewandert sind, einen Platten und wir konnten ihnen mit einem Wagenheber helfen. Sie hatten uns noch ihre Nummer gegen um sich vllt irgendwann zu revanchieren. Und siehe da… So schnell kommt die Gelegenheit. Sie waren zufällig auch in Taupo und haben uns dann zu der Werkstatt mit ihrem Van ziehen können 🙂
Die Werkstatt hat einen Blick darauf geworfen und Prognose war: däm Zylinderkopfdichtung war dumm im Kopf . Dadurch können die Abgase in den Kühlkreislauf strömen, sodass der Druck steigt und wir Kühlwasser verlieren. Folge: Überhitzung. Die Reparatur kostet 2700$ und würde sich bis Ende Januar ziehen. Autsch!! Ein kleinen Trick hatten sie noch auf lager: Es gibt ein „Zeug“ dass man in das Kühlwasser schüttet und dann die kleinen Risse verschließen soll. Der Mechaniker hat den Erfolg von der Paste, aber nur auf 50% geschätzt. Trotzdem ausprobieren. Voller Freude, eine günstige und schnelle Lösung gefunden haben, sind wir weitergefahren und wollten ein wenig wandern gehen. Wäre auch zu schön gewesen… Bei der Fahrt bergauf ist der Motor wieder überhitzt. Also wieder abschleppen lassen. Die Werkstatt hat dann gemeint, wir könnten mit dem Auto in der Stadt rumfahren, aber nicht zu schnell und auf keinen Fall außerhalb und wir müssten es richtig reparieren lassen. Scheiß Nachrichten! :/
Die einzige Möglichkeit, die uns blieb war Arbeit zu suchen um wenigstens nach der Reparatur weiter Reisen zu können. Wir sind dann die Tage zunächst in allen Hostels und Supermärkten die Jobboards abgelaufen und haben bei 4 der Cafés der Strandpromenade nach Arbeit gefragt. Bei Coffeclub wurde uns gleich eine Probearbeitszeit angeboten, welche wir nutzten. Leider wurde nur Malte angenommen und Fabi musste sich weiter umschauen. So war Fabi gezwungen bei jedem Restaurant, Caffe und Laden in Taupo nach Arbeit zu fragen. Man hat richtig gemerkt, wie die Leute versuchen einem zu helfen. Nach etlichen Abgegebenen Cvs kann man aktuell nur abwarten und Tee trinken. …. Weihnachten verbringen wir trotzdem schön. Dazu, und zu der Stadt Taupo, kommt aber nochmal ein extra Beitrag.
Das Auto fährt nun seit ein paar Tagen zuverlässig und ohne zu meckern durch die Stadt. Vorgestern wollten wir es mal wagen und sind weiter rausgefahren. Wir haben uns uns das selbe Ziel gesetzt, bei dessen Hinweg uns der Wagen das zweite Mal überhitzt ist. Und siehe da, wir haben es ohne Probleme erreicht. Aber der Motor ist gar nicht richtig auf Touren gekommen. Danach haben wir uns dann eine Route von guten 105km rausgesucht und haben auf dieser Strecke das Auto mal richtig rangenommen. Ein paar Mal ist der Temperaturzeiger ausgeschlagen, aber auch immer regulär wieder zurück auf normale Betriebstemperatur gewandert. Am nächsten Morgen wurde es spannend. Wie viel Kühlwasser haben wir verloren? Wir füllten eine 1l Flasche mit Wasser auf um besser nachrechnen zu können, wie viel wir verloren haben. Siehe da! Weniger als 100ml 🙂 Sehr sehr gutes Zeichen! Also gehen wir heute nochmal zur Werkstatt um uns deren Meinung einzuholen, ob wir mit dem Auto in die nächste Stadt fahren können, wo es mehr Farmarbeit gibt. In den Restaurants muss man nämlich für mindestens zwei Monate arbeiten und bekommt nur Mindestlohn. Trinkgeld gibt es in Neuseeland nicht wirklich -_-. Auf der Farm wären wir flexibler und würden mehr verdienen.

Jetzt waren wir gerade bei der Werkstatt und die meinten, wir sind good to go! OH YES!! Den Job im Café hab ich wieder abgesagt und nun fahren wir erstmal in den Tongariro National Park um unseren zweiten Great Walk zu machen. Übermorgen geht es dann nach Wellington, wo wir uns Arbeit auf einet Farm suchen und Silvester feiern können 🙂
Die nächsten Tage kommen wieder die gewohnten Beiträge. Es bleibt spannend.

3 Antworten auf „Drunter und drüber.“

  1. Habe gerade nach Taupo gegoogelt. Das klingt ja alles ganz toll. Eins hat mir besonders gefallen.

    „“Orte zum Essen und Trinken in Great Lake Taupo
    Great Lake Taupo hat eine erstaunliche Auswahl an köstlichen Orten zu essen, zu trinken und Gourmet-Köstlichkeiten zu kaufen.
    Hier finden Sie gehobene Küche, moderne neuseeländische Küche, Fisch-N-Chips im Kiwi-Stil und kulinarische Köstlichkeiten aus aller Welt.““
    Da würde ich gleich mal vorbeikommen!! Gruß Opa

  2. Hallo ihr zwei Weltreisende, zum zweiten.
    Mein Computer hat keinen Text mehr aufgenommen, deshalb versuche ich es so weiter im Text. Mal sehen,ob es klappt.
    Weihnachten waren wir alle, einschließlich „Tante“ Katrin mit Anhang und der kleinen Grace bei euch zu Gast. Es war sehr schön und wir haben auch ausführlich über euch gesprochen. (Nicht schlecht!)
    Wo und natürlich wie werdet ihr Silvester verbringen und wie kann man euch erreichen?
    Ich habe gerade meinen Übungs-Spaziergang draußen absolviert und bin ganz schön geschafft. Aber da muss man durch – von allein wird nichts!
    So, liebe Grüße an euch und bleibt gesund. Immer schön aufpassen.
    Hoffentlich klappt es jetzt mit der Verbindung LG Oma und Opa

  3. Hallo ihr zwei Weltreisende,
    erst einmal herzlichen Dank für euren ausführlichen und auch interessanten Bericht. Da habt ihr ja wirklich einiges „erlebt“. Ich kann mir vorstellen, dass euch das sehr belastet, wenngleich sich solche Erlebnisse einer Reise immer in Erinnerung festsetzen werden. Bestimmt werdet ihr mit eurem Vehikel noch einige Überraschungen erleben. Aber das packt ihr schon! Am ersten Feiertag waren wir alle, also auch Tante Katrin mit Familie und der Neugeborenen
    Ich bin gespannt auf eure Erzählung wie so eine Arbeitssuche abgelaufen ist und welche Ergebnisse ihr erreicht habt. Wie kommt ihr mit eurem englisch zu Rande? Bestimmt sprechen die Ausis doch einen Dialekt, oder?
    Ich werde jetzt erst einmal nach Taupo googeln um zu sehen, wo ihr euch befindet.
    Wir haben Weihnachten sehr schön und ruhig verbracht. Bei uns sind im Moment einige Plusgrade aber es gibt einen recht kalten Wind. Es soll zu Silvester bis 15 Grad werden. Wahnsinn! Jetzt ist Ende, muß neu anfangen.

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