Geld ausgeben nichts Erleben – Steward Island

So schnell kann es gehen. Die Zeit ist vergangen wie im Flug und wir haben bereits den südlichsten Punkt von Neuseeland erreicht, die Steward Island. Hier machen wir unseren, vermutlich, letzten Great Walk, den Rakiura Track. Drei Tage Laufen und die Natur genießen. Die Steward Island ist einer regenreichsten Punkte Neuseelands, dafür ist die Fauna sehr besonders. Die Wahrscheinlichkeit einen Kiwi zu sehen ist hier am höhsten, außerdem kann man den Kakapo Papagei sehen, andere seltene Vögel und wenn man Glück hat sogar die Südlichter.
Mit der Fähre fahren um 9:45 Uhr von Invercargill auf die Insel, wo wir uns direkt auf den Weg machen den Track zu starten. Wir müssen als erstes 1h zum Start des Great Walk laufen, ist nervig aber gut zum warm werden.

Der erste Tag ist mit 3-4h Laufzeit angegeben. Als erstes führt uns der Weg durch ein Dschungel artigen Wald, wie wir es schon zu hauf in Neuseeland hatten. Kurze Strecken können wir immerhin am Strand entlang laufen. Beim Maori Beach Campsite machen wir eine kleine Pause und essen was. Wir gehen auch sehr bald wieder los und haben das Glück am Strand einen Geldaugen-Pinguin zu sehen.

Durch die Bäume und Sträucher hatten wir immer wieder mal ein Blick auf den Ozean und einige kleine Insel die uns umgaben.

Wir haben die Hälfte der Tages-Etappe erreicht und es fängt an zu nieseln. Der Regen hält sich bis wir die Hütte erreichen, aber das ist schonmal besser als Starkregen, der eigentlich angekündigt war.

Am nächsten Morgen:
Die Nacht war wieder mal unruhig. Es gab immer jemanden, der mit seiner Taschenlampe rumspielen musste und die guten alten Schbarcher darf man auch nicht vergessen. Um 8 Uhr stehen wir auf und machen uns erstmal nen leckeren Instant Kaffee. Nach dem Energie reichen Frühstück geht die Wanderschaft weiter. Der Weg zur North Arm Hut ist mit 6h ausgeschrieben. Schon bevor wir losgehen kommen einige heftige Schauer Regen. Als wir dann den zweiten Tag angehen nieselt es nur noch. Im Schutz des Blätterdaches kommen wir einigermaßen trocken durch den Track. Das einzig wirklicj nervige sind die vielen Schlammlöcher, die uns ziemlich langsam machen.

Der Morgen war noch sehr vernebelt und verregnet.
Schon sehr bald nach dem Start kam die Sonne raus und wir konnten die Regenjacken ablegen.

Nach 4h kommen wir an der North Arm Hut an und scheinen die ersten hier zu sein. Den Vorteil müssen wir ausnutzen und reservieren uns direkt die besten Schlafplätze. Die Hut selbst ist kein Überflieger, aber ist sauber und hat alles was wir brauchen. Wir heizen also den Ofen an und machen zur Stärkung was zu Essen.

So sieht der Raum mit der Küchenzeile in den meisten Hütten aus.
Die Schlafräume in den Hütten sind sehr… kuschelig gestaltet.
Fabi hat sich bereit erklärt Feuerholz zu hacken 🙂
So konnten wir ein Feuer im Ofen machen und uns aufwärmen und die Sachen trocknen.

Den restlichen Tag spielen wir Karten, schreiben Blockeinträge und unterhalten uns mit den anderen Wanderern.

Tag 3 ist nicht so spannend wie die anderen beiden Tage. Es geht die ganze Zeit durch Wald und zwischen Fanen entlang auf einem gut ausgebauten Weg. Einer der anderen Wanderer, natürlich ein Deutscher, begleitet uns und wir können den nicht so spannenden Weg mit spannenderen Gesprächsthemen füllen. Mal wieder früher als gedacht kommen wir an dem Hafen des kleinen Örtchens Oban an und schaffen sogar eine Fähre früher zu nehmen.

Kleine Brücken über Bäche und Flüsse haben immerhin etwas Abwechslung in den Track gebracht.

Anschließend können wir sagen, dass wir uns Steward Island etwas interessanter vorgestellt haben, was aber auch daran liegen kann, dass wir schon sehr viele vergleichbare Tracks gemacht haben, und vielleicht die Messlatte zu hoch gesetzt haben. Ein Kiwi oder Kaka Vogel hätten die Sache noch rund gemacht, aber man kann nicht immer Glück haben. Schön war die Insel und die Natur trotzdem!

 

PS: Wie laden die Einträge nicht mehr in chronologischer Reihenfolge hoch, weil wir mit dem Schreiben und Hochladen nicht hinterher kommen. Dennoch wollen wir die besten Erlebnisse mit euch teilen und auch für uns später als Erinnerung behalten.

4 Antworten auf „Geld ausgeben nichts Erleben – Steward Island“

  1. Da habe ich gleich mit Freude deinen Bericht gelesen und bin froh, das es euch ganz gut geht. Wann wirst du NS verlassen und wann in Amerika ankommen? Der „Buschfunk“ hat mir geflüstert, dass du anschließend nicht nach Südamerika fahren wirst. Ist das zutreffend? Wann wirst du zur „Berichterstattung“ wieder hier in Berlin eintreffen?
    Bleibt gesund und meidet euch wieder.
    LG sendet Opa

  2. Unter PS schränkt ihr eure künftigen Aktivitäten ein, habe ich das richtig verstanden? Wir erwarten immer voller Ungeduld uuf die Bilder und Texte!!
    Gruß Opa

  3. Hallo ihr Weltwanderer,
    wir kommen gerade von dem 18. Geburtstag von Angelina. War eine nette kleine Feier mit Omas und Opas. Die große Feier (dann ohne uns) startet am Wochenende.
    Über euren tollen Text und die beeindruckenden Bilder haben wir uns sehr gefreut. Ihr werdet immer besser!
    Gestern waren deine lieben Eltern bei uns zu Besuch. Sie haben „das Feld geräumt“, damit dein Bruder Platz für eine Fete hat!.
    Ansonsten ist bei uns alles ok und wir freuen uns schon auf das Wiedersehen und das, was es dann zu berichten gibt.
    Liebe Grüße senden Oma und Opa und bleibt gesund.

    1. Na Opa, uns geht es soweit supi. wir hängen im Moment in Auckland und verkaufen (leider noch ohne Erfolg) unser Auto. Wir haben in nächster Zeit echt noch einiges an Blockeinträgen nach zu holen. Wir hängen da leider immernoch ein wenig hinterher… Auf neue Einträge darf sich trotzdem gefreut werden! Am besten schreibt ihr mir auf Whatsapp, da kann ich euch leichter antworten. Ich bin da nicht ganz so hinterher mit den Kommentaren, wir können ja mal wieder telefonieren. Grüße Fabi

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