Im Auge des Zyklons!?

Nachdem wir nun einige schöne Tage im Paradies an weißen Stränden verbracht haben, geht es nun weiter in Richtung Alpen, mit dem neuen Ziel: den Nelson Lakes. Die neuseeländischen Alpen beginnen bei den Nelson Lakes im Norden der Südinsel und teilen die gesamte Südinsel Neuseelands in zwei Hälften (Ost und West). So unterscheidet sich auch das Wetter grundlegend zwischen der Ost- und Westküste.

Die Fahrt zu den Nelson Lakes war recht unspektakulär und schlängelte sich durch teils verlassene, oder verlassen wirkende Dörfer und Städtchen. Den einzigen Zwischenstopp auf der Route fanden wir in dem trostlosen Städtchen Motueka, in welcher wir unsere Wäsche der letzten Tage waschen mussten.

Auf dem Weg nach Motueka spielten wir immer wieder mit dem Gedanken einen der vielen Hitchhiker/Tramper einzusammeln und ein bisschen mitzunehmen. Uns fiel allerdings recht schnell auf, dass wir wohl nie genug Platz haben würden, um beide Rücksitze zu nutzen, da schon unser Gepäck das Auto zu einem guten Maße füllt XD. So entschieden wir uns spontan dazu einen älteren Mann, als erstes Versuchskaninchen in die Karre zu pressen (im wahrsten Sinne des Wortes). Der Mann kam aus Kalifornien und war etwa 2m groß. Er trampte bereits seit etwas mehr als 3 Wochen und wollte noch weitere 5 Wochen trampen, bevor er zu der Hochzeit seines Freundes nach Wellington musste. Da sein Gepäck genauso riesig ist, wie er selbest, benötigten wir etwa 15min bis wir ihn samt seines Gepäcks in das Auto gequetscht hatten. Der Highway nach Motueka führt über einen vergleichbar hohen und kurvenreichen Bergpass, welcher mit der zusätzlichen Ladung sowohl für das Auto, als auch für den Kalifornier größere Anstrengungen darstellte. So mussten wir zwei Pausen innerhalb der 1h Autofahrt einlegen und den etwa 45 jährigen Mann verschnaufen liessen.

Auf dem letzten Stück von Motueka in Richtung Nelson Lakes hat sich die Landschaft grundlegend geändert und es wurde aus Palmen, Gebirge und aus Sonne, Gewitterwolken. Angekommen, haben wir uns dann noch eine Weile mit einem deutschen Pärchen über’s Reisen unterhalten und den wunderschönen Ausblick vom Steg auf den größeren der beiden Seen genossen.

Ausblick vom Steg bei den Nelson Lakes

Übernachtet haben wir gleich nebenan auf dem gegenüberliegenden Campingplatz.

Zyklone in Neuseeland ?!

Als wir die Küstenregion verlassen haben wurde uns mehrmals davon erzählt, dass uns die nächsten Tage ein Wirbelsturm der Stärke 4 heimsuchen soll. Es wurde geraten ins Land zu fahren und sich von der Nordküste fern zu halten. Die Nacht in, der der Sturm die Insel traf war es recht ruhig um die Nelson Lakes, jedoch wurde uns geraten am nachfolgenden Tag in der Touriinfo mal nach den Ausmaßen zu fragen. Da es am nachfolgenden Morgen ohne Ende regnete folgten wir diesem Rat recht schnell und begaben uns in das trockene Informationscenter. Es wurde für die Region grünes Licht gegeben, allerdings von heftigem Regen in den nächsten Tagen gesprochen. … Was auch immer „heftig „heißen mag … . So machten wir uns auf den Weg nach Blenheim, dem Neuseeländischen Weinmekka. Auf dem 100km langen Weg regnete es ohne Pause, sodass wir uns schnell dazu entschieden Black Panther im Kino anzusehen und auf besseres Wetter zu warten. Marvel hat Mal wieder abgeliefert, das Wetter nicht! So ließen wir Blenheim hinter uns im Regen sitzen und peilten Kaikura an.

Blenheim bei Regen

Angekommen beim Highway 1 wurde erstmals das Ausmaß des Sturmes sichtbar, da die Straßen zunehmend geflutet waren und der Regen keine Pausen machte. Ein Bauarbeiter des Highways nach Kaikura erklärte uns dann, dass der Highway aufgrund des Strums für die nächsten Tage nicht zugänglich sei und die Umleitung die Strecke vervierfacht. So entschieden wir uns zuerst die Westküste anzuschauen und machten uns auf den Weg zurück zu den Nelson Lakes, wo wir herkamen. Nun war auch dieser Highway eher mit einem betonierten Flusslauf als mit einer Straße zu vergleichen. Wir mussten mehrmals 20 cm tiefe Bäche durchqueren und mit dem Gegenverkehr eine Spur teilen (Auf einem HIGHWAY!!!). Nach etwa dreifacher Zeit erreichten wir am Abend das trockene Wetter der Nelson Lakes.

gefluteter Highway

Eine Antwort auf „Im Auge des Zyklons!?“

  1. Hallo ihr Beiden,
    nachdem sich das, was ich gestern schrieb, in den „Wolken“ aufgelöst hat, will ich es noch einmal versuchen. Oder ist meine Email doch bei dir gelandet?
    Ich verfolge eure „Berichte“ gemeinsam mit Oma ständig mit großer Freude. In letzter Zeit habt ihr mehr Bilder von der sehr schönen Landschaft geschickt, prima.
    Mit Freude habe ich die Episode von eurem „Mitfahrer“ gelesen. Ist der auch Student oder was?
    Bei uns ist alles beim alten. Wir haben wöchentlich mehrere Arztermine, gehen regelmäßig – zweimal in der Woche – schwimmen. Und ich fahre auch noch täglich mindestens einmal 30 +Minuten auf meinem Hometrainer. Ist ganz schön anstrengend für einen alten Mann.
    Wie geht es zeitlich bei dir weiter? Wie lange wirst du noch in NS bleiben und wann fliegst du nach Südamerika?
    Bei uns ist das Wetter nicht besonders, da geht man am besten nicht raus. Da habt ihr es wohl besser.
    Deine leiben Eltern arbeiten unter der Woche wie immer sehr viel und sind kaum ansprechbar. Werde es morgen noch einmal versuchen. Calli geht es gut, offensichtlich auch seiner Freundin.
    So, das ist es mit der „Ergänzungsmail“ ich hoffe, diesmal kommt sicher an.
    Oma ist gerade noch einmal zum Einkaufen gefahren. Sie will frischen Hackepeter für das Abendbrot kaufen. Da freue ich mich schon!
    Lasst es euch gut gehen und bleibt gesund.
    LG senden euch Oma und Opa

    PS Über weitere so schöne Bilder freuen wir uns jederzeit.

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