Sommer und Winter an einem Tag während des Tongariro Alpine Crossing

Dieser Beitrag schließt an den ,,Drunter und drüber“ Beitrag an. Es ist also schon etwas länger her, als wir den Tongariro überquert haben, genau genommen am 28.12.2017. Die Information ist vielleicht mehr verwirrend, als dass sie Klarheit schafft. Falls dem so ist, einfach zurücklehnen und dieses kleine Abenteuer genießen 🙂

Der Tongariro Alpine Crossing ist einer der drei Great Walk auf der Nordinsel und der zweite, den wir gemacht haben. Außerdem ist es, anders als bei den meisten anderen Great Walks in Neuseeland, nur eine Ein-Tageswanderung, die über den Mount Tongariro führt. Dabei fing das Abenteuer schon auf dem Weg zum Startpunkt an. Der Parkplatz lag auf 1400m Höhe und da mussten wir ersteinmal hinkommen. Für unseren kaputten und untermotorisierten Van war das ein ganz schöner Kraftakt und wir hätten fast gedacht, dass wir das nicht schaffen. Irgendwie klappte es trotzdem und wir konnten den Fokus auf die Wanderung setzen. Ein Shuttle Bus hat uns früh morgens zur andere Seite des Walks gebracht, sodass wir quasi wieder zu unserem Auto laufen. Wir haben uns extra dick eingepackt, weil wir schon gehört haben, dass es sehr kalt wird und die Temperaturen auf der Spitze bis zu – 5°C erreichen.

Sogar mit den ganzen Klamotten war es viel zu kalt. Und wir hatten sogar welche gesehen, die in kurzer Hose oben waren, deren Beine waren schon fast blau vor Kälte :/

Die erste Stunde wandern war sehr human und gut zum Einlaufen und warm werden. Die Landschaft war bereits am Fuße des Berges sehr eindrucksvoll.

Easy zu Laufen und super zum warm werden.

Nach einer Stunde wurde der Anstieg merkbar immer steiler und anstrengender. Zudem kam noch hinzu, dass die Temperatur deutlich fiel.

Irgendwann muss es ja mal nach oben gehen…

Ganz oben angekommen, waren die -5°C deutlich zu spüren. Die dicken Klamotten die vor allem ich zuvor verflucht hatte, weil ich beim Anstieg geschwitzt habe wie sau, erwiesen sich an der Spitze als sehr SEHR nötig. Der Tag war leider nicht der schönste und wir hingen genau in einer riesigen Wolke fest. Der Wind hat heftig geblasen und wir konnten uns kaum auf den Beinen halten. Wenn wir die Hände für eine Sekunde aus den Jackentaschen geholt haben um ein Foto zu machen, konnten wir kaum noch die Finger spüren. Es war kurz gesagt arsch kalt.

Es haben sich Eiskristalle gebildet auf der Seite, von der der Wind kam.

Das war schon ein krasses Erlebnis. Vor allem, weil wir wenige Stunden zuvor noch mit Flip Flops und T-Shirt im Auto saßen. Während des Abstiegs hat sich mal kurz der Nebel gelichtet und wir konnten die Umgebung bewundern.

Der Abstieg von der Spitze war gar nicht so ohne. Loser, sandiger Boden ohne Halt und starker Wind haben es uns nicht leicht gemacht.
Für ein paar Sekunden konnten wir mal etwas weiter als 10m gucken und wir konnten einen der drei Schefelseen sehen.

Die meiste Zeit ging es aber nur einen endlos gewundenen Weg den Berg hinunter und dann noch durch einen Wald. Es kam uns ewig vor…

Der Tongariro Alpine Crossing war sehr cool. Wir waren nur einen Tag unterwegs, haben sehr viele verschiedene Eindrücke und Landschaften erlebt und gesehen und der Fakt, dass man von dem Weg aus den,  aus ,,Herr der Ringe“ bekannten,  Schicksalsberg sehen kann (wir habem ihn wegen dem Wetter nicht sehen können), macht diesen Great Walk nochmal attraktiver.

2 Antworten auf „Sommer und Winter an einem Tag während des Tongariro Alpine Crossing“

  1. Hallo Fabi,
    ich habe mir zusammen mit Oma gerade euren Beitrag angesehen. Toll! Wir hätten nicht gedacht, dass man in NS so unterschiedliche Klimabedingungen erleben kann. Auf dem Berg und bei dem Sturm und -5 Grad war es ja schon richtig gruselig. Da waren die Bilder dann aus dem „Urwald“ richtig erholsam.
    Hoffentlich habt ihr es auf eurer weiteren Tour mit dem Wetter besser und ihr könnt wieder im Meer baden. Schickt doch bitte weiterhin eine Standortkennung. Ich mach mich jetzt erst einmal daran, „euren Berg“ auf dem Computer zu erkunden. Das wird wohl dauern.
    Bei uns ist es wie immer. Heute gab es mal wieder schöne Sonne aber es war kalt, um die null Grad. Deine lieben Eltern sind wie immer viel beschäftigt. Unter der Woche bekommt man kaum Kontakt mit ihnen, sie müssen immer heftig arbeiten – und Geld verdienen.
    Euch wünsche ich noch einen interessanten Trip und bleibt gesund!!

    Liebe Grüße senden Oma und Opa

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