Unser neuer Begleiter. 

Nein, keine Person. Ein Auto. In Neuseeland ein Auto zu finden ist zu dieser Jahreszeit ein Kraftakt und Glücksache. Im Oktober reisen die meisten Backpacker an und fast jeder will ein Auto. Nachdem wir uns bestimmt schon sechs Autos angeguckt haben, dachten wir schon wir müssen uns mit dem abfinden, was noch übrig bleibt. Aber dann haben wir einfach das perfekte Auto auf Backpackerboard gefunden und den Besitzer sofort angerufen.

Ein Toyota Liteace mit 1.5 Liter. Das perfekte Fahrzeug zum Campen, wenn auch etwas untermotorisiert.

Am nächsten Tag kamen wir zur Besichtigung und haben uns das Auto mal genauer angeguckt. Es wurde immer perfekter :D. Wir hatten ein, zwei Mängel festgestellt, die behoben werden mussten und haben das mit dem Verkäufer Graeme B. besprochen. Weil die Reifen schon runtergefahren waren, haben wir uns darauf geeinigt, dass wir die Kosten der Reifen aufteilen. Außerdem war noch Bedingung, dass der Van (Toyota Liteace) neues WoF also Warrant of Fitness (sowas wie der TÜV)  bekommt. Das war alles kein Problem und wir haben einen guten Deal mit Graeme gemacht! Nachdem er das Auto soweit fit gemacht hat, sind wir damit nochmal zu einer unabhängigen Werkstatt gefahren um auch wirklich sicher zu gehen, dass es nicht doch noch versteckte Mängel gibt. Auf der Fahrt zum Mechaniker hat Graeme uns ein wenig über die Geschichte des Vans erzählt: Eine Bekannte von ihm (Lisa) hat letztes Jahr ihr Working Holiday Jahr in Neuseeland gemacht und dafür ebenfalls einen Van gesucht. Graeme und Lisa haben dann diesen Van gefunden und aufgebaut. Lisa hat den Van Honeybee getauft und ihre Reise begonnen 🙂 . Da Sie aber schon früher wieder nach Italien musste, hat Graeme Honeybee in der Einfahrt geparkt und bis jetzt mit dem Verkaufen gewartet.  Ursprünglich kam der Van aus Japan und wurde um 2000 nach Neuseeland importiert. Soweit zur Geschichte von Honeybee. Die Mechaniker der unabhängigen Werkstatt haben dann noch ein- zwei Dinge festgestellt, die behoben werden mussten. Also hieß es mal wieder zwei Tage auf einen neuen Termin warten :/ .

Auf dem Grundstück von Graeme wohnt auch seine Schwester Caroline B., die uns nach dem Mechaniker noch zum Lunch eingeladen hat 🙂 . Danach hat uns Graeme sogar noch rum gefahren und Aucklands Umgebung gezeigt.

Graeme hat uns zu einer Landzunge etwas am Rand von Auckland gefahren. Von dort aus hatten wir einen super Blick auf die Vulkaninsel Rangitoto.

2 Tage später kam ein mobiler Mechaniker direkt zum Van und hat die Probleme behoben. Nun war der Van ready to go.

Um uns erstmal an den Van zu gewöhnen, haben wir von Graeme und Caroline das Angebot bekommen, nochmal eine Nacht in ihrer Einfahrt in dem Van zu schlafen. Das haben wir dankend angenommen 🙂 . Am nächsten Tag sind wir mit unserem Zeug aus dem Hostel zu Caroline und Graeme gefahren und haben uns den Van eingerichtet. Die beiden haben uns noch einige nützliche Kleinigkeiten mitgegeben wie zB Salz, Spülmittel, Camping Gear und und und…

Es gibt viel Stauraum im Van, aber der muss auch weise genutzt werden. All unsere Sachen zu sortieren und einzuräumen hat schon ein Weilchen gedauert.
Graeme hat die komplette Inneneinrichtung selber zusammengeschustert. Es sind ihm aber immer mehr Dinge aufgefallen, die verbessert werden können.
Irgendwann am Nachmittag sind wir auch mal fertig geworden und wir konnten es gar nicht mehr abwarten mit dem Van loszufahren und durch Neuseeland zu cruisen 🙂

Carolin hat dann mal wieder Lunch für uns alle gemacht und danach gab es immer eine Tasse Kaffee 😛 . Den Van einzurichten hat den ganzen Tag gedauert, allerdings haben wir viel Unterstützung bekommen. Vor allem mussten wir den Van noch auf unsere Namen um registrieren, was erschreckend einfach war, und eine Versicherung abschließen. Nach getaner Arbeit gab es Abendbrot. Wir haben dann den ganzen Abend noch mit den beiden gequatscht, viel über unsere Länder ausgetauscht und einige Tipps bekommen. Caroline hat einen Cousin in Te Puke, der eine Farm besitzt. Über ihn sind wir dann an einen Kontakt gekommen, der eventuell Arbeit für uns hat. Das war eine riesen Erleichterung, weil der Arbeitsmarkt hart umkämpft ist. Später sind wir dann ins „Bett“ und konnten mal die Innebeleuchtung auschecken.

Die erste Nacht im Van war ar***  kalt!! Aber auch überraschend gemütlich. 

Am nächsten Tag hieß es für uns Essen einkaufen. Graeme hat uns Pak ’n Save empfohlen, weil es dort mit Abstand am günstigsten ist.

Caroline hat uns noch Kekse mit auf den Weg gegeben und Fabi die Haare geschnitten. Danach war Abschied nehmen angesagt. Das war nicht ganz so leicht, weil die beiden sich echt um uns gekümmert und uns versorgt haben. Aber wir wollen ja auch mal den Rest von Neuseeland sehen ;).

Die Geschwister Caroline und Graeme mit uns vor Honeybee.

Und nun… Hit the Road!!!

Wir sind Richtung Te Puke gefahren, weil dort die Wahrscheinlichkeit am größten ist Arbeit zu finden. Dafür mussten wir durch das schöne Örtchen Waihi fahren.

9 Antworten auf „Unser neuer Begleiter. “

  1. Ihr schreibt zu einem Bild: “ Graeme hat die komplette Inneneinrichtung selber zusammengeschustert“ Montiert er da eine Lampe im Innenraum des Autos an? Gruß Opa

  2. Ich habe auch einen ausführlichen Kommentar mit „klugen“ Bemerkungen an euch geschrieben. Aberdas scheint mir im All verloren gegangen zu sein. Schiet Computer.
    Gebt mal eine Information. Gruß Opa

  3. Hallo, ihr zwei Kiwi-Reisende,
    das Auto ist für eure Zwecke offenbar bestens geeignet – hoffentlich hält alles für eure Tour. Wir drücken die Daumen. Auch wenn der Motor nicht so gross ist, heißt die Devise: Hauptsache unterwegs. Je langsamer ihr vorankommt, umso mehr seht ihr von Land&Leuten. Aber immer schön dran denken: Linksverkehr !
    Mit dem Verkäufer habt ihr ja augenscheinlich auch einen Glücksgriff getan.
    Sind gespannt, welche Jobs euch erwarten – Kiwis ernten klingt ja für den Anfang nicht schlecht.
    Eure bisherigen Bilder haben unsere Erinnerungen an unseren NZL-Törn im Jahr 1995 geweckt. Auckland bekommt augenscheinlich immer noch recht viel Regen – dafür sind die Schauer kurz und es ist trotzdem warm.
    Sind auf eure weiteren Fotos gespannt, wie sich das Land in der Zwischenzeit verändert hat – allein die Natur-Wunder werden unverändert geblieben sein, und davon gibt es ja reichlich.
    Weiterhin eine tolle Reise und Erlebnisse wünschen Thora & Mirko, Franzi & Felix

  4. Wow packende Geschichte und wirklich echtes Glück, dass ihr auf die beiden gestoßen seit.
    Da habt ihr weit mehr als ein Auto bekommen durch die Gelegenheit.
    Ich freue mich für euch und vor allem auf weitere Posts, besser als jeder Roman.
    Weiter so

      1. Ich finde wöchentlich schon sehr aktuell, wenn man bedenkt wieviele Kilometer uns trennen…;))
        Blog ist fantastisch und ich kann mich nur anschließen: er macht riesen freude!!!

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